ein wenig Geschichte

"Obermulinheim", wie Seligenstadt zur Karolingerzeit hieß, wurde am
11. Januar 815 zum 1. Mal urkundlich erwähnt. Einhard, der Kanzler Karls des Großen, erhielt die kleine fränkische Siedlung und das Land am Ufer des Mains als Dank für seine Verdienste von seinem Kaiser geschenkt. Diese hatte sich etwa 800 Jahre zuvor rund um die Reste eines römischen Kastells entwickelt.

Um 830 gründete Einhard hier ein Benediktinerkloster und baute eine imposante Basilika, die bis heute das Wahrzeichen der Stadt ist. Durch wertvolle Reliquien der christlichen Märtyrer Petrus und Marcellinus, auf verschlungenen Wege aus Rom überführt, wurde diese zur neuen Kultstätte der Wallfahrer. Von diesen erhielt Einhards Ort schließlich seinen neuen Namen: Saligunstat - die glück- und heilbringende Stätte.

Und natürlich gibt es zur Namensgebung auch noch eine andere Geschichte: Es soll die vom Kaiser nicht geduldete Liebe Einhards zur Kaisertochter Imma gewesen sein, die zur Vertreibung der beiden vom Aachener Hof führte. Ihr folgte die Flucht in die Stadt am Main. Als der Kaiser eines Tages durch die Stadt zog betrat dort das Gasthaus, in dem seine Tochter Emma mittlerweile arbeitete. Sie servierte ihm Pfannkuchen, und der Kaiser erkannte den unvergleichlichen Geschmack. Daraufhin soll der bekannte Ausspruch "Selig sei die Stadt genannt, da ich meine Tochter Imma wiederfand "entstanden sein, der auch heute noch auf dem Erker des Einhardhauses in Seligenstadt zu finden ist. Infolgedessen wurde die Stadt selig genannt, der Name Seligenstadt war entstanden.

Um 1175 erhielt die Ortschaft Stadtrechte und durfte sich bis 1309 "freie Reichsstadt" nennen. Nach dem Untergang des Stauferreiches fiel Seligenstadt an das Erzbistum Mainz.

Bereits im 12. Jahrhundert gab es um Seligenstadt kleinere Befestigungsanlagen. Mit dem Bau einer massiven Stadtmauer wurde im 15. Jahrhundert begonnen. Von der ursprünglich aus vier Tortürmen und acht Bollwerkstürmen bestehenden Gesamtanlage sind noch die Stumpfaule, zwei weitere Bollwerke am Main, die Pulvertürme sowie der Steinheimer Torturm von 1603 erhalten geblieben.

Heute ist das Bild der Altstadt durch den reichen Bestand an Fachwerkhäusern gekennzeichnet. Das Leben und Wohnen im historischen Teil dieser besonderen, fränkischen Fachwerkstadt hat seinen unverwechselbaren Reiz. Insgesamt 177 anerkannte Kulturdenkmäler aus verschiedenen Epochen deutscher Geschichte werden hier bewahrt und belebt. Der größere Teil der Fachwerkhäuser stammt aus der Renaissance. Doch finden sich auch ältere Kunstwerke, wie das "Haus zum Stern" aus dem Jahr 1444.

Eines der bekanntesten Fachwerkhäuser ist das "Einhardhaus" von 1596. Das älteste Haus der Stadt und Südhessens ist das "Alte Haus" von 1327.

Durch die Nähe zu Frankfurt und anderen größeren Städten sowie zu Spessart und Odenwald besteht die Möglichkeit zu vielfältigen Urlaubs- und Ausflugsaktivitäten.

Seligenstadt ist immer ein Besuch wert!

Marktplatz mit Handwerkerbaum


Einhardhaus von 1596


Rathaus von 1823


Privatbrauerei Glaab


unsere Fähre, Inbetriebnahme Mai 1971


Pulverturm am Main


Einhard-Basilika mit Konventgarden


Baubeginn der Basilika um 830
 

Konventgarden


ehemalige Benediktiner-Abtei


Wasserburg von 1704


Steinheimer Straße


Steinheimer Torturm von 1603


Adventsmarkt






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(Quelle: Broschüren Stadt Seligenstadt)